Der Besucher ist kein Adventure im klassischen Sinne, weil die eingebauten Rätsel nicht um ihrer selbst Willen vorhanden sind, sondern lediglich kleine gewollte Störungen darstellen, die den Leser nicht zu schnell vorankommen lassen sollen und ihm die Möglichkeit der Reflexion geben.

Ein wesentliches Merkmal des Besuchers ist das Fragmentarische. Erinnerungsfetzen werden durch dejà-vu - Erlebnisse in Form von teils davonschwebenden Textpassagen hervorgerufen, die Räume bauen sich wie Kulissen in einem Theater Stück für Stück auf und Geräusche wie das Prasseln des Regens gegen das Fenster oder die fernen Schritte sollen ein Ganzes erzeugen. Das Gesamtbild muß im Kopf des Leser-Hörer-Sehers schließlich durch die Kraft seiner Imagination entstehen. Er muß sich die Geschichte im Nachhinein selbst entschlüsseln, so wie wir im alltäglichen Leben durch die Aufnahme und Verarbeitung unterschiedlichster Informationen durch alle Sinne unsere eigene Erinnerung entstehen lassen.